Sarah Schaefer, 		
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Augen und Diabetes

Diabetische Augenerkrankungen
- "Diabetische Netzhautveränderungen"

In Deutschland sind ca. 4.5 Mio Menschen an Diabetes Mellitus erkrankt. Davon entwickeln 48.000 Diabetiker in Deutschland pro Jahr eine Augenkomplikation, welche bei 1.500 Patienten pro Jahr zur Erblindung führen.

Ziel des Augenarztes ist:

  • Vermeidung von Sehverschlechterungen und Erblindung des Diabetikers
  • Rechtzeitige Erkennung und Therapie behandlungsbedürftiger Stadien
  • Aufklärung über den Verlauf der Erkrankung und deren Auswirkung
    auf die berufliche und private Situation des Patienten
  • Optimale Zusammenarbeit mit dem Hausarzt/Diabetesspezialisten

Unterschieden werden die diabetischen Netzhautveränderungen in krankhafte Prozesse, welche nur die zentrale Netzhaut betreffen und hier schnell zu einer Sehschärfenminderung führen und Prozesse, welche die ganze Netzhaut betreffen.
Wichtig ist die Erkennung von diabetischen Veränderungen bevor es zu einer Sehschärfenminderung gekommen ist!

Maßnahmen des Augenarztes:

  1. Kontrolle des Augenhintergrundes (immer mit erweiterten Pupillen)
    • Patienten ohne diabetische Augenveränderungen: Kontrolle alle 12 Monate
    • Patienten mit wenig diabetischen Augenveränderungen: Kontrolle alle 6 Monate
    • Patienten mit schweren diabetischen Augenveränderungen: Kontrolle alle 2-3 Monate
    • Patienten mit Bedrohung der Sehschärfe: Kontrolle alle 4-8 Wochen

  2. Laserbehandlung
    • Bei Bedrohung der Sehschärfe muß eine Angiographie mit Farbstoff und ggf. eine umschriebene Laserbehandlung erfolgen.
    • Bei schweren diabetischen Netzhautveränderungen muß eine schnelle und ausgiebige Laserbehandlung erfolgen, um den Fortschritt der Erkrankung zu stoppen.

  3. Operation
    • Kommt es zu massiven diabetischen Veränderungen mit Gefäßneubildung, einem grünen Star oder einer Einblutung des Auges, muß in einigen Fällen das Auge operiert werden und die krankhaften Veränderungen aus dem Auge ausgeschnitten werden. Dies nennt man Vitrektomie.

Empfehlungen für Patienten mit Diabetes Mellitus:

  • optimale Blutzuckereinstellung, keine schwankenden HbA1c-Werte
  • regelmäßige Untersuchungen des Augenhintergrundes (s.o.)

Zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Augenärzte und des betreuenden Arztes sollte nach jeder Untersuchung des Augenhintergrundes der Beurteilungsbogen der IDFA verwendet werden. Diesen gibt Ihnen entweder Ihr Diabetesspezialist oder Ihr Augenarzt.


© 1999, Autor: Herr Dr. med. Thomas Eusterholz
    Pützdelle 5
    51371 Leverkusen-Rheindorf

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
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